Gedächtniskirche

Beschreibung

Diese Kirche, die an die Schlachten von Bois le Prêtre erinnert, wurde 1923–1924 von der Genossenschaft für Kirchenrekonstruktion der Diözese Nancy nach Plänen des Architekten Jules Criqui wiederaufgebaut. Sie erhielt den Namen „Croix des Carmes“ zu Ehren eines Holzkreuzes, das die Kämpfer von Bois le Prêtre zu ihren Linien zurückbrachten, damit es nicht in deutsche Hände fiel. Die Überreste dieses Kreuzes wurden in einem Denkmal am Rande einer Nachbargemeinde in Bois le Prêtre aufbewahrt. Das heutige Gebäude, das für die Bevölkerung von Bedeutung war, sollte zu einem patriotischen Wallfahrtsort werden.

Der Glockenturm wurde versetzt, um die gesamte Hauptfassade hervorzuheben, die nun als Denkmal dient. Der Eingang zur Kirche erfolgt seitlich durch den Glockenturmvorbau. Von oben bis unten an der Fassade kann man ein riesiges Steinkreuz bewundern, das in ein Glasdach eingelassen ist, das Wappen und die Statue von Jeanne d’Arc sowie eine Gedenktafel mit dem Kriegskreuz.

Grüber-Buntglasfenster

Die Stadt Fey-en-Haye verfügt über ein bemerkenswertes Kulturerbe, das im Inventar des historischen Kulturerbes aufgeführt und klassifiziert ist: die Grüber-Buntglasfenster der Kirche zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes.

Die Buntglasfenster der Hauptfassade sind außergewöhnlich. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl von außen als auch von innen bewundert werden können. Der Glasmaler der Schule von Nancy, Jacques Grüber, schuf ein prachtvolles Meisterwerk, das die Einweihung des Carmes-Denkmals im Jahr 1923 anhand von Fotografien dokumentiert, die während der Feierlichkeiten aufgenommen wurden. Eines der Fenster zeigt die Persönlichkeiten während der Rede, das andere die Menschenmenge am Fuße des Denkmals, darunter Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Aus Geldmangel blieben 15 Fenster dieses Gebäudes leer.

Ein vielseitiges Projekt

Dieses Projekt verfolgt viele Ziele: vor allem einen gedenklichen und touristischen Zweck, da es Teil einer Pflicht zur Erinnerung ist, die insbesondere mit den Gedenkfeiern zum hundertsten Jahrestag des Ersten Weltkriegs verbunden ist.

Hinzu kommen bürgerliche Belange, da die Friedensbotschaft von 1924 weitergetragen wird und es sich um ein verbindendes Projekt handelt, das der Bevölkerung die Möglichkeit bietet, gemeinsam ein Stück ihres eigenen Kulturerbes zu schaffen. Schließlich geht es um kulturelle Belange, da das Werk von Jacques Grüber hervorgehoben und bereichert werden soll.

Stil / Epoche : Jugendstil

Zu den Arten : Religiöse Architektur, Militärisches Erbe